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Die Photovoltaikindustrie hat im vergangenen Jahrzehnt einen nahezu  unglaublichen Boom erlebt.




Quelle: Sarasin, 2006


Der starke Anstieg der Nachfrage, der durch die Verabschiedung des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) hervorgerufen wurde, machte Deutschland neben Japan zum weltführenden Photovoltaikmarkt.

 

Die meisten europäischen Länder haben zwischenzeitlich dem deutschen Fördermechanismus ähnliche Programme verabschiedet, 17 EU-Mitgliedsstaaten orientieren sich bereits daran.

 

Die USA rangiert bereits auf dem 3. Platz, allgemein wird jedoch erwartet, dass die USA zu den sich am stärksten entwickelnden Ländern zählen wird. Bisher haben 20 Bundesstaaten Ziele für den Anteil an Erneuerbaren Energien an ihrem Energieportfolio definiert (Renewable Portfolio Standards, RPS), allen voran der Bundesstaat Kalifornien. Die Regulierungsbehörde des US-Bundesstaates Kalifornien PUC (Public Utilities Commission) hat im Januar 2006 einem milliardenschweren Förderprogramm für die Solarenergie zugestimmt. Innerhalb der nächsten 10 Jahre sollen 3.2 Mio. USD in den Ausbau der Solarenergienutzung fliessen.

 

Aktuellen Expertenmeinungen zufolge wird auch China in naher Zukunft zu einem der weltführenden PV-Märkte werden. Die nachfolgende Tabelle zeigt die weltweit jährlich installierte PV-Leistung:




Quelle: Sarasin, 2006


Im Jahr 2005, wie auch im Jahr 2006, wurden allein in Deutschland rund 750 Mwp neu installiert. Der Photovoltaik-Weltmarkt wuchs 2006 nach Angaben der EPIA auf ca. 1.450 MWp. Bis 2020 erwartet das Schweizer Bankhaus Sarasin ein Marktwachstum von jährlich über 20 Prozent. (Quelle: BSW Bundesverband Solarwirtschaft).

 

Der Boom in der deutschen Solarindustrie ist auf die guten Rahmenbedingungen seit Anfang 2004 zurückzuführen. Am 1. Januar 2004 trat das Photovoltaik-Vorschaltgesetz in Kraft und ermöglichte so den lückenlosen Übergang zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das zum 1. August 2004 rechtskräftig novelliert wurde.

Die Solarstromvergütung ist wie folgt geregelt: Vergütungssätze pro Kilowattstunde Solarstrom (Degression: 5% jährlich ab 2005, bei Freiflächenanlagen: 6,5 % ab 2006).



         Jahr

2006

2007

2008

2009

2010

Gebäudeanlage

51,80 ct

49,21 ct

46,75 ct

44,41 ct

42,19 ct

        ab 30 kW

49,28 ct

46,82 ct

44,48 ct

42,26 ct

40,15 ct

      ab 100 kW

48,74 ct

46,30 ct

43,99 ct

41,79 ct

39,70 ct

Fassadenbonus

  5,00 ct

5,00 ct

5,00 ct

5,00 ct

5,00 ct

Freilandanlagen

40,60 ct

37,96 ct

35,49 ct

33,18 ct

31,02 ct

Der Gesetzestext - EEG zum downloaden


Die EU hatte sich mit der Richtlinie 2001/77/EG das Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien am EU-Energieverbrauch bis 2010 auf 12% zu erhöhen. Unter dem EU-Vorsitz von Bundeskanzlerin Angela Merkel beschloss der  Europäische Rat im März 2007, den Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch in der EU bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent zu steigern.

 

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